Parkinson

Definition

Unter Morbus Parkinson oder auch Parkinson-Syndrom, versteht man eine sich in der Regel schleichend entwickelnde, degenerative Erkrankung des Nervensystems, welche sich insbesondere auf die Beweglichkeit und die Bewegungsabläufe der betroffenen Person auswirkt. Hierbei kommt es ohne erkennbare Ursache zum Absterben von dopaminproduzierenden Nervenzellen im Gehirn, was dazu führt, dass eine Reihe von motorischen, vegetativen und sensorischen Funktionen nach und nach verloren gehen. Morbus Parkinson gilt bislang als nicht heilbar, jedoch kann der Krankheitsverlauf durch verschiedene Maßnahmen individuell beeinflusst werden.

Symptome

Parkinson kann mit unterschiedlicher, klinischer Ausprägung auftreten. Es gibt zahlreiche Symptome, die verschieden stark ausgeprägt sein können. Die am häufigsten auftretenden Symptome sind:

  • Bewegungsstörungen, wie Verlangsamung (Akinese) oder Einfrieren von Bewegungen (Bradykinese)
  • gesteigerte Grundspannung in der Skelettmuskulatur (Rigor)
  • Zittern von Armen und/oder Kopf (Tremor)
  • darüber hinaus können weitere Begleitsymptome wie Gedächtnisstörungen, Schluckbeschwerden, Sehstörungen und Depressionen auftreten

Auswirkungen auf die Kommunikation

Auch die Fähigkeit zu kommunizieren ist bei vielen Menschen, welche unter Parkinson leiden beeinträchtigt. Aufgrund von den genannten Symptomen kommt es bei zahlreichen Fällen zu Sprech- und Stimmstörungen.

Folgende Mechanismen können auftreten:

Störungen der Atmung

  • Reduzierung der Luftmenge in der Lunge
  • fehlendes Luftholen vor dem Sprechen

Störungen der Phonation

  • sehr leise Stimme
  • eingeschränkte Modulation der Stimme, häufig eine höhere Stimmlage
  •  eingeschränkte Melodie beim Reden, monotone Stimme
  • raue oder behauchte Stimme
  • eventuell zittrige Stimme

Störung der Artikulation

  • Koordination von Stimmgebung und Artikulation gestört
  • verwaschene Aussprache
  • Verschmelzen der Laute bis zu einem einheitlichen Summen

Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Kommunikation

Neben der medikamentösen Therapie (zur Behandlung der Grundsymptome) kann eine logopädische Sprech- und Stimmbehandlung sinnvoll sein. Im Rahmen der Therapie werden Körperwahrnehmung, Atmung, Haltung und Bewegung wie auch Stimmgebung und Artikulation beeinflusst.

Ein speziell für die Behandlung der Sprech- und Stimmstörungen von Parkinson-Patienten/-Patientinnen entwickeltes, wissenschaftlich erprobtes Therapieprogramm ist das Lee Silverman Voice Treatment (LSVT©).

Ist die Verständlichkeit eingeschränkt, ist es sinnvoll, ergänzende und unterstützende Maßnahmen zur Kommunikationsaufrechterhaltung zu ergreifen.

Diese müssen individuell nach den Bedürfnissen und motorischen Fähigkeiten des Patienten/der Patientin ausgewählt werden.

Dies können u.a. sein:

  • Buchstabentafeln
  • symbolbasierte Kommunikationstafeln
  • Aufnahme von bedeutsamen Aussagen (Message Banking) oder Stimmspeicherung (Voice Banking), um im Falle des Versagens der eigenen Stimme/Artikulation auf diese zurückzugreifen
  • schriftbasierte Sprachausgabegeräte
  • symbolbasierte Sprachausgabegeräte
  • Umfeldsteuerung zur Aufrechterhaltung der Selbständigkeit und Teilhabe am täglichen Leben



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